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Jonglierteller (Drehteller, Tellerdrehen)

Eine Jonglage-Disziplin aus dem chinesischen Zirkus, bei der ein flacher Teller auf
der Spitze eines Stabes gedreht und balanciert wird.

Der Name verrät es schon: Beim Tellerdrehen geht es darum, einen flachen, runden
Gegenstand, ähnlich einem Teller, anzudrehen. Die Herausforderung dabei ist, dass
dies mit einem langen, dünnen Stab in der Luft geschieht und der Teller so
balanciert werden muss, dass er nicht herunterfällt. Das Requisit selbst heißt
Jonglierteller oder Drehteller; im Englischen ist die Disziplin als Plate Spinning
bekannt.

Die Grundtechnik ist rasch erklärt. Der Stab wird am unteren Ende gehalten und die
Tellerkante auf die Stabspitze gelegt. Durch kreisende Bewegungen der Stabspitze
kommt der Teller in Rotation. Ist er in Schwung, wird der Stab senkrecht in die
Vertiefung in der Tellermitte geführt, wo sich der Teller durch die Fliehkraft von
selbst stabilisiert. Kleine, schnelle Korrekturbewegungen halten ihn anschließend im
Gleichgewicht und geben immer wieder neuen Schwung.

Im Zirkus haben sich verschiedene Formen der Teller-Jonglage ausgebildet. Bei der
dynamischen Teller-Jonglage hält der:die Artist:in den Stab in der Hand und kann so
schnellere Kunststücke ausführen, etwa Würfe mit dem Teller. Andere Artist:innen
nutzen ein Gestell mit mehreren daran befestigten Stäben und halten damit viele
Teller gleichzeitig in Bewegung. In der chinesischen Akrobatik werden zudem
mehrere Teller in beiden Händen gedreht, während gleichzeitig akrobatische Figuren
gezeigt werden.

Dort liegt auch der Ursprung der Disziplin: Das Tellerdrehen stammt aus der
chinesischen Zirkuskunst und gehört dort seit Jahrhunderten zum festen Repertoire.
Heute sind Jonglierteller meist aus bruchsicherem, weichem Kunststoff gefertigt,
seltener aus Metall oder Aluminium; die Stäbe bestehen aus Holz oder Kunststoff
und sind oft zerlegbar. In der Zirkuspädagogik ist der Teller besonders beliebt, weil
die ersten Drehungen schon nach wenigen Minuten gelingen. Er schult Hand-Augen
Koordination, Feinmotorik und Gleichgewichtsgefühl und bietet damit gerade Kindern
ein schnelles Erfolgserlebnis beim Einstieg in die Jonglage.

Häufige Fragen

Was ist ein Jonglierteller?
Ein Jonglierteller, auch Drehteller genannt, ist ein flacher Teller aus Kunststoff oder
Metall, der auf der Spitze eines Stabes gedreht und balanciert wird.

Wie funktioniert Tellerdrehen?
Der Teller wird mit der Kante auf die Stabspitze gelegt und durch kreisende
Bewegungen in Rotation gebracht; anschließend hält der senkrecht geführte Stab
ihn in der Tellermitte im Gleichgewicht.

Woher kommt das Tellerdrehen?
Die Disziplin stammt aus der chinesischen Zirkuskunst, wo sie seit Jahrhunderten
zum festen Repertoire gehört.

Ist Tellerdrehen schwer zu lernen?
Nein, die ersten Drehungen gelingen oft schon nach wenigen Minuten, weshalb der
Jonglierteller in der Zirkuspädagogik als besonders einsteigerfreundlich gilt.

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