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Trapez
Eines der bekanntesten Geräte der Luftartistik: eine an zwei Seilen hängende
Stange, an der Artist:innen von gehaltenen Posen bis zu dynamischen, tänzerischen
Bewegungsfolgen ein breites Spektrum an Kunststücken zeigen.
Das Trapez zählt zu den beliebtesten und bekanntesten Disziplinen der Luftartistik.
Es besteht aus einer Stange, die an zwei von oben herabhängenden Seilen befestigt
ist; die Stange ist meist aus Stahl, die Seile aus Hanf, Baumwolle oder Stahl. Der
Name leitet sich von der Trapezform ab, die Stange, Seile und Aufhängung
gemeinsam bilden. An und um die Stange sowie an den Seilen zeigen die
Trapezartist:innen ein breites Spektrum an Kunststücken, das von gehaltenen
akrobatischen Posen bis zu dynamischen Bewegungsfolgen mit vielen tänzerischen
Elementen reicht.
Grundsätzlich unterscheidet man vier Formen. Am statischen Trapez wird das ruhig
hängende Gerät genutzt, am schwingenden Trapez baut der:die Artist:in eine
Pendelbewegung auf und wirft die Figuren an deren Umkehrpunkten, und beim
fliegenden Trapez lösen sich die Fliegenden vom Gerät und werden von einer
fangenden Person aufgenommen. Hinzu kommt das an nur einem Punkt
aufgehängte Tanztrapez, das sich frei drehen kann und besonders tänzerisch
genutzt wird. Gezeigt werden diese Formen als Solo, als Duo und in größeren
Gruppen; für schwingende und fliegende Nummern gibt es eigene, ausführlichere
Beiträge.
Als eigenständige Kunstform wurde das Trapez in den 1860er-Jahren populär. Als
Wegbereiter gilt der französische Artist Jules Léotard, der 1859 im Pariser Cirque
Napoléon, dem heutigen Cirque d’hiver, die erste Nummer am fliegenden Trapez
zeigte; nach ihm ist auch das enganliegende Trikot benannt, das Artist:innen bis
heute tragen. Anfangs war die kraftbetonte Disziplin eine Männerdomäne, doch ab
etwa 1880 prägten zunehmend Artistinnen das Trapez und zählten bald zu seinen
gefeiertsten Stars.
Wie bei allen Luftdisziplinen hat die Sicherheit einen hohen Stellenwert. Je nach
Höhe und Nummer wird mit Matten, einem Netz oder einer Sicherungsleine, der
Longe, gearbeitet, und Aufhängung wie Material müssen regelmäßig geprüft werden.
Gezeigt wird das Trapez im klassischen wie im zeitgenössischen Zirkus, im Varieté
und in der Show-Branche; zugleich gehört es zu den verbreitetsten Geräten an
Zirkus- und Luftakrobatikschulen.
Häufige Fragen
Was ist ein Trapez?
Ein Trapez ist ein Gerät der Luftartistik aus einer Stange, die an zwei von oben
herabhängenden Seilen befestigt ist. Daran zeigen Artist:innen gehaltene Posen
ebenso wie dynamische, tänzerische Bewegungsfolgen.
Welche Arten von Trapez gibt es?
Man unterscheidet vier Formen: das statische, das schwingende und das fliegende
Trapez sowie das an einem Punkt aufgehängte, drehbare Tanztrapez.
Wer hat das Trapez erfunden?
Als Kunstform wurde das Trapez in den 1860er-Jahren populär; der französische
Artist Jules Léotard zeigte 1859 die erste Nummer am fliegenden Trapez und gilt als
Wegbereiter der Disziplin.
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