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Partnerakrobatik

Eine Teildisziplin der Akrobatik, bei der zwei oder mehr Personen gemeinsam
Figuren bauen, tragen und werfen, vom Duo bis zur Menschenpyramide.

Der Name verrät es schon: Die Partnerakrobatik ist eine Teildisziplin der Akrobatik
und wird mit einem oder mehreren Partnern durchgeführt. Dabei gibt es viele
verschiedene Ausprägungen: von der Akrobatik mit einem Partner, der stehend,
sitzend oder im Handstand auf den Händen balanciert oder durch die Luft gewirbelt
wird, bis hin zu großen Gruppen, die sich als Menschenpyramide
aufeinanderstapeln. Fachlich zählt sie zur Bodenakrobatik, auch Parterre-Akrobatik
genannt, bei der stets mindestens eine Person mit dem Boden verbunden bleibt. Bei
mehr als zwei Beteiligten spricht man auch von Gruppenakrobatik.

Die Rollen sind klar verteilt. Die tragende Person am Boden heißt traditionell
Untermann oder Unterperson, international Base; sie trägt das Gewicht und hält
zugleich das Gleichgewicht der Figur. Die getragene Person heißt Obermann oder
Oberperson, international Flyer. Deren Aufgabe ist es, aktiv in die Position zu
gelangen und dort dann ruhig zu verharren. Kennzeichnend für die Disziplin ist das
ständige Wechselspiel aus Gewichtgeben und Gewichtnehmen, das ohne feines
Körpergefühl für die andere Person nicht funktioniert.

Unterschieden wird zwischen statischen und dynamischen Formen. Bei den
statischen Figuren wird eine Position aufgebaut und gehalten, etwa die Schwalbe,
bei der die stehende Unterperson die Oberperson mit den Händen an deren Hüfte
über dem Kopf trägt. Dynamische Elemente leben dagegen von Schwung und
Flugphasen: Die Unterperson wirft die Oberperson hoch, die in der Luft Sprünge
oder Salti zeigt, bevor sie am Boden landet oder wieder aufgefangen wird. Eine
besonders ruhige Spielart ist die Adagio-Akrobatik, die vor allem mit fließenden
Übergängen zwischen gehaltenen Balancen arbeitet.

Weil sich die Beteiligten buchstäblich aufeinander verlassen müssen, spielt die
Sicherheit eine große Rolle. Üblich sind klare, vorher vereinbarte Kommandos und
ein gemeinsamer Rhythmus, mit dem jede Bewegung eingeleitet wird. Besondere
Aufmerksamkeit gilt dem Abstieg, weil dabei die Griffe wechseln und eine neue
Gleichgewichtssituation entsteht. Ruckartige Bewegungen werden vermieden, und
im Zweifel wird die Figur kontrolliert abgebaut statt schnell verlassen.

Über den Zirkus hinaus ist die Partnerakrobatik auch als Wettkampfsport verbreitet,
dort unter dem Namen Sportakrobatik. Zugleich gehört sie zu den beliebtesten
Inhalten der Zirkuspädagogik: Weil sie ohne Geräte auskommt und Figuren in vielen
Schwierigkeitsstufen möglich sind, lässt sie sich schon mit Kindern und Jugendlichen
umsetzen und fördert dabei vor allem das Vertrauen und die Zusammenarbeit in der
Gruppe.

Häufige Fragen

Was ist Partnerakrobatik?
Partnerakrobatik ist eine Teildisziplin der Akrobatik, bei der zwei oder mehr
Personen gemeinsam Figuren bauen, tragen und werfen, von Duo-Figuren bis zur
Menschenpyramide.

Wie heißen die Rollen in der Partnerakrobatik?
Die tragende Person am Boden heißt Untermann oder Unterperson, international
Base; die getragene Person heißt Obermann oder Oberperson, international Flyer.

Was ist der Unterschied zwischen statischer und dynamischer
Partnerakrobatik?
Bei statischen Figuren wird eine Position aufgebaut und gehalten, während
dynamische Elemente mit Schwung und Flugphasen arbeiten, etwa mit Würfen und
Salti.

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