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Akrobatik

Sammelbegriff für körperlich höchst anspruchsvolle Darbietungen, der von der Luft-
über die Bodenakrobatik bis zur Kontorsion reicht.

Akrobatik bezeichnet körperliche Bewegungen, die außergewöhnlich hohe
Anforderungen an Koordination und Kondition stellen. Dazu zählen beispielsweise
Überschläge, Salti und komplizierte Sprünge ebenso wie statische Figuren, etwa
menschliche Pyramiden. Im Grunde kann fast jede Leistung, die den gesamten
Körper in kurzen, hochkontrollierten Bewegungen einbezieht, als Akrobatik gelten.
Der Begriff selbst verweist bereits auf diesen Kern: Er stammt aus dem Griechischen
und geht über das französische acrobate auf akróbatos („auf Zehenspitzen gehen,
laufen“) zurück, zusammengesetzt aus ákros („hoch“) und baínein („gehen“). Als
Akrobat:in oder Artist:in wird entsprechend eine Person bezeichnet, die in Varietés
und Zirkussen turnerische Elemente und spektakuläre Tricks vorführt.

Unter diesem Oberbegriff versammeln sich sehr viele verschiedene Teilgebiete, von
der Luftakrobatik über die Kontorsion bis zur Partnerakrobatik, und viele Artist:innen
kombinieren in ihren Darbietungen gleich mehrere dieser Sparten. So
unterschiedlich die Disziplinen auch sind, eines verbindet sie alle: Es geht stets um
Bewegungen, die hohe koordinative und konditionelle Anforderungen an die
Ausübenden stellen. Anschaulich wird das an der enormen Bandbreite des
Repertoires, das von gehaltenen Dehnpositionen über dynamische Sprünge bis hin
zu mehrstöckigen Menschenpyramiden reicht.

Bei der Luftakrobatik zeigen die Artist:innen ihre Figuren und Flüge frei in der Luft an
Requisiten wie Trapez oder Vertikalseil, ohne Bodenkontakt. Die Bodenakrobatik,
auch Parterre-Akrobatik genannt, findet dagegen am Boden statt: Sie umfasst
Übungen mit einem oder mehreren Partnern als Partner-, Duo- und
Gruppenakrobatik, bei denen mindestens eine Person mit dem Boden verbunden
bleibt. In diesen Bereich gehört auch die klassische Partnerakrobatik mit ihren
Menschenpyramiden. Die Kontorsion wiederum stellt die Beweglichkeit in den
Mittelpunkt: Kontorsionist:innen, umgangssprachlich „Schlangenmenschen“ genannt,
zeigen mit außergewöhnlicher Gelenkigkeit extreme, oft lange gehaltene
Dehnpositionen. Hinzu kommen zahlreiche weitere Spezialgebiete sowie
Übergangsformen zwischen Luft- und Bodenakrobatik, etwa die Leiterakrobatik, bei
der die Artist:innen während der Darbietung den Boden nicht mehr berühren.

Häufige Fragen

Was ist Akrobatik?
Akrobatik bezeichnet körperliche Darbietungen mit außergewöhnlich hohen
Anforderungen an Koordination und Kondition, etwa Salti, Überschläge oder
Menschenpyramiden.

Welche Arten von Akrobatik gibt es?
Zur Akrobatik zählen unter anderem die Luftakrobatik, die Bodenakrobatik mit der
Partnerakrobatik sowie die Kontorsion.

Woher kommt das Wort Akrobatik?
Das Wort Akrobatik geht auf das griechische akróbatos zurück, was so viel wie „auf
Zehenspitzen gehen“ bedeutet.

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