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Schleuderbrett
Eine artistische Wippe aus Holz, mit der Artist:innen einander so hoch in die Luft
schleudern, dass die Fliegenden dort Salti, Schrauben und andere Flugfiguren
zeigen können.
Das Schleuderbrett ist eine Art überdimensionierte Wippe aus Holz, mit der im Zirkus
Menschen in die Höhe geschleudert werden, um dort beeindruckende Sprünge und
Drehungen auszuführen. Dafür springen meist ein oder zwei Personen von einem
Podest auf das freie, angehobene Ende des Bretts und katapultieren so die Person
am anderen Ende nach oben. International ist das Gerät als Teeterboard bekannt,
daneben ist die Bezeichnung Koreanisches Schleuderbrett gebräuchlich. Fachlich
zählt es zur Bodenakrobatik oder Parterre-Akrobatik.
Das Brett selbst ist relativ elastisch und misst etwa drei bis vier Meter; für besonders
belastbare Ausführungen wird Eichenholz verwendet. Sein Drehpunkt liegt in der
Mitte, je nach Bauart auf einer Höhe zwischen ungefähr einem halben und einem
Meter. Flachere Bretter dienen vor allem dem wiederholten, wechselseitigen
Schleudern, bei dem die Fliegenden wieder auf dem Brett landen; höhere Bretter
sind auf das einmalige, besonders hohe Schleudern ausgelegt, an das sich eine
Landung auf einer Matte, einem Landestuhl, auf Stelzen, einem russischen Barren
oder in einer menschlichen Pyramide anschließt.
Eine Schleuderbrettnummer ist echte Teamarbeit und wird von einer eingespielten
Gruppe getragen, in der sich die Rollen der Fliegenden, der Abspringenden, der
Fänger:innen und der Sichernden verteilen. Häufig übernimmt eine Person mehrere
Aufgaben zugleich. Über einfache Flüge hinaus zeigen erfahrene Truppen Sprünge
zu zweit, Figuren auf Stelzen und mehrstöckige Aufbauten, sogenannte Kolonnen.
Weil die Fliegenden mit großer Wucht beschleunigt werden, sind präzises Timing,
ein gemeinsamer Rhythmus und blindes Vertrauen zwischen allen Beteiligten die
Grundlage der Disziplin.
Seinen Ursprung hat das Gerät im koreanischen Neolttwigi, einem traditionellen
Wippspiel, bei dem zwei Personen auf den Enden eines Bretts stehen und sich
abwechselnd in die Luft katapultieren. Als Zirkusdisziplin gehört das Schleuderbrett
zu den ältesten und spektakulärsten Nummern und war lange vor allem eine
Domäne osteuropäischer Artist:innen; in den 1960er-Jahren traten die besten
Truppen unter anderem beim amerikanischen Ringling-Bros.-Zirkus auf. Im
zeitgenössischen Zirkus wird es bis heute gezeigt, etwa in zahlreichen Produktionen
des Cirque du Soleil, und dort zunehmend auch als erzählerisches Ausdrucksmittel
neu interpretiert.
Häufige Fragen
Was ist ein Schleuderbrett?
Ein Schleuderbrett, international Teeterboard genannt, ist eine artistische Wippe aus
Holz, mit der Artist:innen einander in die Höhe schleudern, um dort Salti und
Drehungen zu zeigen.
Wie funktioniert ein Schleuderbrett?
Ein oder zwei Personen springen von einem Podest auf das angehobene Ende des
Bretts und katapultieren so die Person am gegenüberliegenden Ende nach oben, die
im Flug akrobatische Figuren ausführt.
Woher kommt das Schleuderbrett?
Es geht auf das koreanische Wippspiel Neolttwigi zurück und wird deshalb auch
Koreanisches Schleuderbrett genannt; als Zirkusdisziplin war es lange vor allem in
Osteuropa verbreitet.
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